Die 10 Grundannahmen des NLPs

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Die Grundannahmen des neuro-linguistischen Programmierens sind die Überzeugungen und Handlungsmaxime dieses erfolgreichen Kommunikationsmodells. Sie dienen als Grundlage für die Arbeit mit NLP und werden auch als Axiome bezeichnet.

Grundannahme 1: Die Landkarte ist nicht das Gebiet.

Die erste Grundannahme meint, dass jeder Mensch die Welt auf seine eigene Art und Weise wahrnimmt. Wir haben verschiedene Filter in unserem Hirn, die dafür sorgen, dass wir auf die gleichen Dinge unterschiedlich reagieren. Unter anderem filtern wir basierend auf unseren Erfahrungen, die wir in unserem Leben gemacht haben, da unsere Neurologie immer versucht Muster zu erkennen. Daraus bauen wir dann unsere Landkarte der Welt.

Wenn wir jemanden kennenlernen, der eine komplett unterschiedliche Landkarte hat, kann dies sehr bereichernd sein. Denn so bekommen wir neue Optionen, unsere Realität zu betrachten und neue Ansichten zu bekommen. Gleichzeitig mahnt uns diese Grundannahme zu Toleranz und Respekt.

Grundannahme 2: Jedes Verhalten hat eine Absicht. Für jedes Verhalten gibt es einen Kontext in dem es nützlich ist oder war.

Alle unsere Verhaltensweisen erfüllen einen Sinn oder sie haben zumindestens einmal Sinn ergeben. Mit unserem Verhalten wollen wir positive Dinge für uns erreichen. Da sich aber der Kontext bzw. die Umgebung ändert, kann es sein, dass ein Verhalten plötzlich sein Ziel nicht mehr erfüllt oder uns sogar schadet. Oder vielleicht auch die Nebenwirkungen einer Verhaltensweise positive oder negative Wirkungen auf uns hat!

Beispielsweise wird beim Rauchen eine positive Absicht erreicht, nämlich dass wir uns beruhigen, gleichzeitig wird es aber auch von schädlichen Nebenwirkungen begleitet. Weshalb wir uns überlegen können, ob dieses Verhalten wirklich das Ziel so erreicht wie wir wollen oder nicht. Oder ob es vielleicht auch eine bessere Alternative gibt, dieses Ziel für uns zu erreichen.

Es bedeutet auch, dass wir nachsichtig mit uns selbst sein dürfen, da jedes Verhalten für uns eine positive Absicht erreicht oder zumindest einmal erreicht hat.

Grundannahme 3: Die Ressourcen für Veränderung sind im Menschen bereits vorhanden oder können angeeignet werden.

Es gibt keine Menschen die ressourcenarm sind, sondern jeder Mensch hat alle Ressourcen in sich die er braucht oder kann sie sich aneignen.

Es kann passieren, dass wir in ressourcenarme Zustände geraten. Dies passiert zum Beispiel, wenn wir durch bestimmte Situationen oder Aussagen getriggert werden. Hier helfen jedoch Strategien, mit denen man wieder in einen ressourcenreichen Zustand kommen kann. Diese kannst du erlernen oder hast sie bereits erlernt.

Grundannahme 4: Wenn etwas funktioniert, mache mehr davon, wenn nicht tue etwas anderes.

Diese Grundannahme mahnt uns, unsere Muster zu hinterfragen. Wir alle haben unsere ganz eigenen Verhaltensmuster, mit denen wir auf bestimmte Situationen reagieren. Manche helfen uns weiter, andere lassen uns immer in die selbe Wand laufen.

Wenn wir regelmässig unsere Muster hinterfragen, können wir unerwünschte Verhaltenweisen ändern und durch Nützliche ersetzen.

Grundannahme 5: Es gibt kein Versagen. Es gibt nur Feedback. Was du mit Kritik machst ist deine Entscheidung.

Diese Grundannahme mahnt uns, nicht zu früh aufzugeben, sondern beständig aus den Rückmeldungen unserer Umwelt zu lernen. So können wir unsere Strategie, etwas zu erreichen, verbessern und kommen so unserem Ziel in kleinen Schritten näher.

Schon Thomas Edison sagte, er habe nie versagt. Er habe 1000 Wege gefunden, wie man eine Glühbirne nicht bauen kann. Bevor er am Ende die funktionierende Glühbirne erfand und so an seinem Ziel ankam.

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Grundannahme 6: Wir repräsentieren die Umwelt und Innenwelt über unsere fünf Sinne.

Diese Grundannahme erklärt uns, wie wir unsere Umwelt und Innenwelt wahrnehmen. Und sie ermöglicht uns, über den sogenannten Submodalitäten-Shift die emotionale Bedeutung unserer Sinnesempfindungen zu steuern.

Schon Kurt Lewin stellte bei Soldaten im ersten Weltkrieg fest, dass sich deren Wahrnehmung des Raumes je nach emotionalem Status veränderte. Im NLP nutzen wir dies um gezielt angenehme und zielfördernde Zustände zu erreichen.

Grundannahme 7: Wenn jemand etwas gut kann, kannst du das modellieren und weitergeben.

Modellieren ist eine Grundfertigkeit des NLPs. Ein grosser Teil der Lehre des NLP entstand daraus. Beispielsweise modellierte Robert Dilts die Walt-Disney-Strategie und Richard Bandler modellierte besonders erfolgreiche Verkäufer.

Auch wenn Modellieren nach simplem Kopieren von Verhaltensweisen klingt, ist dies kein Ziel davon. Den Verhalten soll immer auch authentisch wirken. Viel mehr geht es deshalb darum, nur die Teile der Strategie einer Person zu übernehmen, die für den Erfolg zwingend sind.

Grundannahme 8: Es ist oftmals einfacher den Prozess der Wahrnehmung zu verändern, als den Inhalt der Wahrnehmung.

Wir können nicht verändern, was wir wahrgenommen haben. Der Inhalt bleibt gleich. Jedoch ist es möglich, den Wert der Wahrnehmung, wir bezeichnen dies als Prozess, zu verändern.

So können wir aus Vergangenem lernen und diesem eine neue Bedeutung geben.

Grundannahme 9: Der Wert eines Menschen ist konstant. Nur sein Verhalten kann in Frage gestellt werden.

Diese Grundannahme hilft uns wertschätzend mit Menschen umzugehen, auch wenn wir verletzt wurden. Denn ein Mensch ist mehr, als sein Verhalten in einem bestimmten Kontext. Und dieses Verhalten darf auch kritisiert werden, nur der Mensch an sich nicht. Manchmal ist dem Menschen gegenüber auch gar nicht bewusst, dass er uns verletzt hat.

Diese Grundannahme hilft uns auch besser verdaubares Feedback zu geben, z.B. “Du bist ein toller Mensch, allerdings hast du mich mit Verhalten X sehr verletzt und ich möchte nichts mehr mit dir zu tun haben.”

Grundannahme 10: Die Bedeutung der Kommunikation liegt in der Reaktion deines Gegenübers.

“Menschen können nicht nicht kommunizieren.”, sagte schon der Psychologe Paul Watzlawick. Wir kommunizieren mit unserem ganzen Körper, der Stimme und unseren Worten oder auch mit den Worten, die wir nicht sagen.

Da jeder Mensch anders ist, andere Dinge erlebt und eine andere Landkarte hat, können wir nie sicher sein, dass eine Botschaft auch so ankommt, wie sie gemeint ist. Deshalb kommt es auf uns an, die Botschaft neu zu verpacken, wenn die Botschaft nicht so ankommt, wie wir erwarten.

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